Empfehlungen für sichere Benutzung von Boot-US
Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise. Sie helfen Ihnen
Probleme beim Einrichten eines Multiboot-Systems zu vermeiden. Sollte ein Problem
auftauchen, versuchen Sie zuerst die Ursache des Problems
zu ergründen und ergreifen Sie dann die passende
Reparaturmassnahme. Auch wenn alles kaputt zu sein scheint,
sind häufig nur wenige Daten beschädigt.
In vielen Fällen kann mit Standard-Werkzeugen alles
repariert werden.
Eine komplette Neuinstallation des Systems ist sicherlich
der allerletzte Schritt, der nur in ganz extremen Fällen
angemessen ist.
Datensicherung
Die oberste Regel ist, alle wichtigen Daten auf einem unabhängigen Medium zu sichern.
Sollte bei der Installation eines weiteren Betriebssystems oder des Bootmanagers
etwas schiefgehen und eine Neuinstallation des Betriebssystems notwendig sein, so haben Sie
damit die Möglichkeit, Ihre Daten wieder zu restaurieren, auch wenn
dies mit nicht unerheblichem Aufwand verbunden wäre.
Voreinstellungen
Die Voreinstellungen in den Dialogen von Boot-US bis einschl. Version 1.1.4
sind auf Bequemlichkeit für erfahrene Benutzer getrimmt. Beginnend mit Version 1.2.1 sind die
Voreinstellungen auf maximale Sicherheit auch für unerfahrene Anwender umgestellt. Verlassen Sie
sich also nicht blind auf die Voreinstellungen, sondern überprüfen Sie
die Werte anhand nachfolgender Empfehlungen.
Alles klar ?
Falls Ihnen etwas unklar ist, versuchen Sie die Unklarheit zu
beseitigen, bevor Sie fortfahren. Im Kapitel Glossar
sind die wichtigen Begriffe kurz erklärt, die beim Einrichten eines Multiboot-Systems immer wieder
auftauchen.
Stimmt die Anzeige ?
Prüfen Sie, ob beim Start von Boot-US alle vorhandenen Partitionen
korrekt anzeigt werden.
Versuchen Sie auch zu überprüfen, ob die Geometrieparameter
(Kapazität, Anzahl Zylinder, Köpfe, Sektoren pro Spur)
der Platten korrekt sind. Falls Sie Unstimmigkeiten entdecken, oder
gar Fehler beim Starten des Windowsprogramms gemeldet werden,
installieren Sie weitere Betriebssysteme oder den Bootmanager Boot-US auf keinen Fall.
Bitte melden Sie das Problem
und warten Sie auf eine korrigierte Version.
Partitions- und Bootsektoren sichern
Bevor Sie den Bootmanager Boot-US installieren, sichern Sie bitte die
Liste aller Partitions- und Bootsektoren von allen Platten auf eine bootfähige Diskette.
Die erstellte Datei enthält alle Sektoren, die bei der Installation
und dem Betrieb des Bootmanagers verändert werden könnten. Sie können diese Sektoren
mittels des Windows-Programms Boot-US oder
des DOS-Kommandozeilen-Programms bootusc.exe sowohl sichern als auch restaurieren.
Es empfiehlt sich, diese Daten mit beiden Programmen in zwei verschiedene Dateien zu sichern.
Beide Dateien müssen übereinstimmen.
Installation auf Diskette
Machen Sie zuerst eine Probeinstallation von Boot-US auf Diskette.
Wichtig ist hierbei, dass Sie die Einstellung
"Partitions-IDs nicht ändern" benutzen.
Erst ab Version 1.2.1 ist das die Voreinstellung, nicht jedoch
in früheren Versionen! Bei dieser Einstellung werden keine
Partitionen automatisch versteckt, alle Partitionen bleiben sichtbar.
Sie können sich vergewissern, dass zu diesem Zeitpunkt keine Daten
auf der Platte geändert wurden, indem Sie ganz normal von
Platte booten.
Booten Sie jetzt alle Partitionen über die erstellten Diskette
mit dem Bootmanager von Boot-US. Solange Sie keine Partitionen verstecken,
können Sie mittels dieser
Testdiskette auch später noch alle Partitionen booten.
Installation in primäre Partition
Wenn bis jetzt alles gut gegangen ist, kann man eine Installation von
Boot-US in eine primäre Partition ins Auge fassen.
Beachten Sie bitte, dass im Installationsdialog erst ab Version 1.2.1
die Installation in eine primäre Partition voreingestellt ist.
Sie müssen also das Installationsziel evtl. ändern.
Bitte benutzen Sie für diese Installation die Version 1.1.4
(oder spätere Versionen), aber nicht die Version 1.1.3,
denn die Version 1.1.3 hat ein Problem mit dem
LBA-Mapping. Dieses Problem in der Version 1.1.3
kann dazu führen, dass die angelegte Partition für den Bootmanager
nicht auf Zylindergrenzen endet.
Sichern Sie die komplette Spur 0 der ersten Platte in eine Datei und
kopieren Sie diese Datei auf eine Diskette. Diese Datei enthält unter
anderem den MBR der ersten Platte mit der kompletten Partitionstabelle.
Sie haben damit die Chance, den MBR auf der ersten Platte mit einem
Diskeditor oder dem DOS-Programm bootusc.exe zu restaurieren.
Benutzen Sie bei der Installation von Boot-US in eine primäre Partition
wiederum die Einstellung "Partitions-IDs nicht ändern".
Wie bereits erwähnt, ist dies erst ab Version 1.2.1 die Voreinstellung,
nicht jedoch in früheren Versionen!
Sollte bei der Installation von Boot-US in eine primäre Partition
etwas schiefgehen und Windows 95/98/ME/NT/2000/XP/2003/Vista/2008/7 nicht mehr booten,
so können Sie den vorherigen Zustand mit Standardwerkzeugen leicht
wiederherstellen.
Mittels einer DOS-Bootdiskette und einem üblichen Partitionsmanager können
Sie die Bootmanager-Partition deaktivieren und die vorherige Partition
aktivieren.
Installation in MBR
Sie sollten Boot-US nur dann in den MBR installieren, wenn dies
notwendig ist, d.h. wenn Sie die Bootmanager-Partition benötigen oder
wenn eine Installation in eine primäre Partition nicht möglich ist.
Diese Installationsmethode ist mit allen Versionen von Boot-US (auch 1.1.3)
möglich.
Der Vorteil der Installation in den MBR ist, dass keine zusätzliche
Partition belegt wird. Der Nachteil ist, dass sich Fehler bei
der Installation nicht so einfach beseitigen lassen wie bei einer
Installation in eine separate Partition.
Sollte bei der Installation von Boot-US in den MBR
etwas schiefgehen und Windows 95/98/ME/NT/2000/XP/2003/Vista/2008/7 nicht mehr booten,
dann muss der Bootmanager aus dem MBR mit den Standardwerkzeugen
DOS-Bootdiskette und Partitionsmanager oder mittels des DOS-Programms bootusc.exe
entfernt werden, siehe den folgenden Tipp Bootmanager entfernen.
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