INT 13h / erweiterter INT 13h
INT 13h:
Der BIOS-Interrupt 13h stellt Funktionen zum Zugriff auf die
Festplatte bereit. Er ist im BIOS implementiert, d.h. diese Funktionen
können ohne zusätzliche Treiber benutzt werden. Dies ist insbesondere
beim Booten wichtig, da zu diesem Zeitpunkt noch kein Betriebssystem und
auch noch keine Festplattentreiber geladen sind. Zum Einlesen des Bootsektors
von der Festplatte wird also in der Regel der INT 13h benutzt. Der INT 13h
verwendet zur Adressierung eines Sektors die CHS-Notation mit 24 Bit.
Damit kann der INT 13h nur für Platten mit einer max. Kapazität von 8 GB
benutzt werden. Bei grösseren Platten sind im günstigsten Fall die ersten 8 GB
über den INT 13h zugänglich.
Erweiterter INT 13h:
Der erweiterte INT 13h ist eine Erweiterung des INT 13h. Diese Erweiterung
wurde Anfang der Neunziger Jahre von IBM und Microsoft spezifiziert. Beim
erweiterten INT 13h wird (neben weiteren Änderungen) ein Sektor durch die
LBA-Nummer mit einer Breite von 64 Bit gekennzeichnet. Damit lassen sich
Sektoren bis zu einer maximalen Plattengrösse von 8 Milliarden TB
adressieren. Diese Grenze übersteigt heutige Plattenkapazitäten (8 GB)
um 12 Zehnerpotenzen. Dies sollte also noch für "einige" weitere Jahre ausreichen.
Das Konfigurationsprogramm Boot-US arbeitet intern jedoch "nur" mit 32 Bit für
die LBA-Nummern. Man beachte, dass in der Partitionstabelle die
LBA-Nummern ebenfalls mit einer Breite von 32 Bit angegeben sind. Mit
diesen 32 Bit können allerdings immer noch alle Sektoren bis zu einer max.
Plattengrösse von 2048 GB (2 TB) adressiert werden.
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