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Partition / Partitionstabelle und Partitionssektoren / Bootsektor

Partition:
Eine Partition ist ein Satz von zusammenhängenden Sektoren einer Festplatte. Jeder Sektor der Festplatte gehört entweder noch zu keiner Partition oder er ist Teil einer bestimmten Partition, er darf aber nicht zu mehreren Partitionen gleichzeitig gehören. Mit anderen Worten: Partitionen dürfen sich nicht gegenseitig überlappen. Unterschiedliche Betriebssysteme werden in der Regel in separaten Partitionen installiert. Ein Betriebssystem hat Zugriff auf alle Sektoren seiner Partition. Häufig ist ein Zugriff auf Sektoren anderer primärer Partitionen nicht möglich, während auf unterstützte logische Laufwerke problemlos zugegriffen werden kann.

Es gibt eine alte Konvention, dass Partitionen auf Zylindergrenzen beginnen und enden sollten. Keine Regel ohne Ausnahme: da der erste Sektor einer Platte (C/H/S=0/0/1) stets für den MBR reserviert ist, und man nicht den kompletten nullten Zylinder ungenutzt lassen möchte, beginnt die erste primäre Partition in der Regel nicht auf der folgenden Zylindergrenze (C/H/S=1/0/1), sondern im Anschluss an die Spur 0 ab C/H/S=0/1/1. Somit bleiben nur die Sektoren der Spur 0 frei (mit Ausnahme des ersten Sektors).

Für die soeben erwähnte Konvention gibt es allerdings keinen zwingenden technischen Grund. Alle modernen Betriebssysteme wie Linux und Windows NT/2000/XP/2003/Vista/2008/7/8/10 haben keine Probleme, wenn Partitionen nicht auf Zylindergrenzen beginnen oder enden. Sehr alte Betriebssysteme (DOS) verlassen sich allerdings blind darauf, dass diese Konvention eingehalten wird.

Mit der Einführung von SSD-Laufwerken wurde die Ausrichtung auf Zylindergrenzen hinfällig. Auf SSD-Laufwerken kann auf Datenblöcke an bestimmten Adressen schneller zugegriffen werden als an anderen Adressen. Microsoft hat deshalb mit Windows Vista ein neues Ausrichtungsschema eingeführt. Neu erstellte Partitionen werden jetzt auf 1-MiB-Grenzen ausgerichtet um den schnellsten Zugriff zu ermöglichen.

Partitionstabelle und Partitionssektoren:
Zu jeder Partition gehört ein Eintrag in einer Partitionstabelle. Dieser Eintrag in der Partitionstabelle beschreibt diese Partition, d.h. er enthält die Angaben über den Beginn und das Ende der Partition und den Partitionstyp. Die Partitionstabelle selbst wird in einem oder mehreren separaten Partitionssektoren gespeichert. Das gilt sowohl für MBR- als auch für GPT-Partitionen.

Die Partitionstabelle für alle primäre und erweiterte Partitionen ist im MBR (ein Sektor) gespeichert. Bei logischen Laufwerken gehört zu jeder logischen Partition hingegen ein separater Partitionssektor, der einerseits diese logische Partition beschreibt und anderseits die Position des Partitionssektors für die nächste logische Partition enthält. Die Partitionstabelle von GPT-Partitionen ist den 33 Sektoren nach dem MBR gespeichert. Für Details siehe Format eines Partitionssektors.

Bootsektor:
Der Bootsektor ist ein Sektor am Anfang einer bootfähigen Betriebssystem-Partition. Bei MBR-Partitionen enthält der Bootsektor ein kleines Programm. Durch Laden dieses Sektors in den Speicher und Ausführen des Programmcodes wird das betreffende Betriebssystem gebootet. Der Inhalt und Aufbau des Bootsektors hängt von jeweiligen Betriebssystem ab. Ein Bootsektor lässt sich deshalb in der Regel nur zum Booten des zugeordneten Betriebssystems benutzen, nicht jedoch zum Booten anderer Betriebssysteme.