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Booten von "zweiter" Platte

Probleme aus der Praxis
Wenn ein Betriebssystem auf eine bestimmte Platte installiert wurde und später neue Platten in den Rechner eingebaut werden, kann es passieren, dass sich die Plattennummer der vorhandenen Platten -- gewollt oder ungewollt -- ändert. Beispielsweise wäre es sinnvoll, eine neuerworbene (schnellere) Platte als erste Platte einzurichten und diese Platte dann im Normalbetrieb zu nutzen. Anderseits möchte man die vorhandenen Betriebssysteme auf der alten Platte häufig weiterhin benutzen. Im Fall von Microsoft-Betriebssystemen (DOS und Windows) kommt erschwerend hinzu, dass sich diese Betriebssysteme problemlos nur auf der ersten Platte installieren lassen. Der in der Praxis gewählte Ausweg aus diesem Dilemma ist, die vorhandene (alte) Platte vorübergehend zu deaktivieren, so dass die Zielplatte während der Windows-Installation als erste Platte erscheint. Ohne Bootmanager lassen sich dann mehrere Windows-Partitionen auf unterschiedlichen Platten nur nutzen, wenn man die störenden Platten entweder im BIOS ausblendet, ihre Plattennummer verändert oder eventuell sogar auf Hardware-Ebene komplett abschaltet. Diese Lösungen sind somit alle sehr unbequem. Dieselben Probleme bestehen auch mit Nicht-Windows-Betriebssystemen. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass ein Betriebssystem noch bootbar ist, wenn sich die Plattennummer der Boot-Platte verändert hat.

Lösung im Bootmanager von Boot-US
Technisch gesehen besteht das Problem darin, dass in der betreffenden Bootpartition an bestimmten Stellen vermerkt ist, auf welcher Platte sich diese Partition befindet. Wenn sich dann die Plattennummer ändert, stimmt diese Information nicht mehr und das Booten schlägt fehl. Es hängt vom betreffenden Betriebssystem ab, ob diese Daten nur im Bootsektor eingetragen ist, oder vielleicht noch in anderen Systemdateien vermerkt ist.

Im Fall von DOS und Windows 95/98/ME scheint die Information über die Plattennummer tatsächlich nur im Bootsektor und sonst in keinen weiteren Systemdateien zu stehen. Um also z.B. Windows 95 von einer aktuellen zweiten Platte zu booten, wenn diese Platte bei der Installationen die erste Platte war, braucht man "nur" die aktuelle Plattennummer in den Bootsektor an die geeignete Position zu schreiben und anschliessend dann diesen veränderten Bootsektor in den Speicher laden und starten. Tatsächlich ist es nicht einmal notwendig, den Bootsektor auf der Platte permanent zu ändert, sondern es reicht sogar, diese Änderung nur im Speicher am geladenen Bootsektor durchzuführen. Der Bootsektor auf der Platte bleibt unverändert. Der Bootmanager von Boot-US verwendet diese Methode um DOS und Windows 95/98/ME von einer anderen Platte zu booten.

Beginnend mit Boot-US 2.0.0 ist es möglich Windows NT/2000/XP/2003/Vista/2008/7/8/10 von einer zweiten, dritten,... Platte zu booten. Technisch gesehen werden im Bootmanager Boot-US die Platten für den BIOS-Interrupt 13h scheinbar vertauscht. Diese Vertauschung ist nur auf der BIOS-Ebene sichtbar, also während des Boot-Vorgangs. Nachdem Windows gestartet ist, laufen alle weiteren Plattenzugriffe nicht mehr über den BIOS-Interrupt 13h sondern über Windows-Plattentreiber. Obwohl die Plattenvertauschung auf BIOS-Ebene weiterhin aktiv ist, kann sie deshalb den eigentlichen Windows-Betrieb nicht beeinflussen.

Diese Ausführungen machen deutlich, dass es keine generelle Lösung für dieses Boot-Problem gibt. Jedes Betriebssystem und jeder Partitionstyp muss separat behandelt werden. In Boot-US ist die Unterstützung für das Booten von einer anderen Platte explizit nur für DOS und Windows 95/98/ME/NT/2000/XP/2003/Vista/2008/7/8/10 eingebaut.

Was ist mit anderen Betriebssystemen ?
Der Bootmanager von Boot-US übergibt beim Booten aller Partitionen im DL-Register generell die aktuelle Plattennummer. Diese Information könnte bei Nicht-Microsoft-Betriebssystemen schon ausreichend sein um die betreffende Partition zu booten. Das muss man aber ausprobieren.